Baggermassen und Havariegefahren bedrohen die Unterelberegion

Das Anlaufen des welt-grössten chinesischen Containerfrachters CSCL Globe am 12.1.2014 wurde in Hamburg bei der Hafenverwaltung HPA wieder einmal mit dem Klagelied begleitet, „ Die Elbe hätte längst vertieft werden müssen, um die Tragfähigkeit dieses Containerriesen mit maximal 19100 TEU`s effektiver nutzen zu können“. Geflissentlich wird hierbei allerdings unterschlagen, dass diesem 400 m langen Riesenschiff vor dem Waltershofer Hafen nur ein Drehkreis von 480 m zur Verfügung steht und daher das Hochwasser unabdingbare Vorraussetzung für die Bewältigung des notwendigen Drehmanövers ist. Gefordert wird im allgemeinen ein Drehkreisdurchmesser von mindestens 1,5-facher Schiffslänge. Gem. amtl. Bekanntmachung für Seefahrer (BfS) hätte die GLOBE währemd ihrer Revierfahrt auf der Unterelbe i. ü. noch einen Tiefgang von 14,10 m bei Ankunft Hamburg haben dürfen, allerdings bedeutet ihre Breite von 60 m , dass das Schiff den noch zulässigen maximalen Breitengrenzwert für aussergewöhnliche grosse Schiffe (AGF) auf der Unterelbe von 57,50 m überschreitet. Dass die Unterelbe für solche Containerriesen mit einer Fahrrinnenbreite von 300 m abnehmend auf. 250 m oberhalb Glückstadt nicht einmal annähernd internationalen Masstäben von mindestens 500 m entspricht, wird von der zuständigen Fachwelt schlicht ignoriert.

Schreibe einen Kommentar